Bundestagswahl: Letztlich entscheiden die Medien den Ausgang!

Wären die Medien neutral, könnte sich die politische Landschaft grundlegend ändern. Noch aber können sich die etablierten Altparteien der breiten medialen Unterstützung sicher sein.

 

Auf die Inhalte kommt es an!
Die etablierten Parteien sind allesamt für den Euro, für die EU, für den Zollfreihandel, für offene Grenzen, für Multi-Kulti, für eine hohe Zuwanderung usw.. Sie behaupten, dies alles bringe der Bevölkerung enorme Vorteile.

Was aber, wenn genau das Gegenteil der Fall ist?
Wenn kaum ein Bundesbürger von der grenzenlosen Freizügigkeit, der Brüsseler Bürokratie und Bevormundung profitiert? Wenn die Politik der Bundesregierung in den letzten drei Jahrzehnten kontraproduktiv (also falsch) war.
Anzeichen dafür gibt es zur Genüge. Umgekehrt sehe ich aber weit und breit keine Hinweise für die Richtigkeit der lauten Beteuerungen "Deutschland profitiert" (von der EU, dem Euro, der Globalisierung, der Zuwanderung).
Die Medien hätten nach meinem Verständnis die Pflicht, den Wahrheitsgehalt der "Deutschland-profitiert-Doktrin" zu überprüfen. Sie kommen dieser Aufgabe kaum nach. Sie wirken eher wie ein unkritisches Sprachrohr des herrschenden Establishments, der Konzerne und des Großkapitals.

 

Können EU-freundliche Multikulti-Freihandelsparteien ihre Vorurteile ablegen?
Wohl eher nicht! Folglich entscheidet über Wohl und Wehe die Aufklärungsarbeit und Berichterstattung der "freien" Ehrlichpresse, der privaten und staatlichen Rundfunk- und Fernsehsender. Sachlichkeit und Objektivität sind gefordert! Dabei spielt natürlich auch der faire Umgang mit den Parteien eine Rolle.

Wenn man es darauf anlegt, ist es leicht, gegen eine unbequeme alternative Partei eine Hetzkampagne loszutreten.
Man unterstellt dieser Partei einfach alle erdenklichen Hässlichkeiten, lauert mit Argwohn auf
jedes falsche Wort ihrer noch ungeübten Politiker und bauscht die vermeintlichen Fettnäpfchen solange auf, bis die Partei keine Entfaltungsmöglichkeiten mehr hat, ihre potentiellen Wähler sich als Aussätzige fühlen und selbst harmlose Parteiveranstaltungen nur noch unter Polizeischutz stattfinden können (sollten dafür überhaupt Räumlichkeiten gefunden werden). Ist das die parlamentarische Demokratie, die den Medien vorschwebt?

 

Wenn Misserfolge als Erfolge verbucht und verkauft werden ...
Auch wenn man es nicht zugeben mag - im Kern geht es um die tabuisierten Grundsatzfragen: Mehren die EU, der Euro, die offenen Grenzen und die hohe Zuwanderung den Wohlstand und die Lebensqualität der Bevölkerung?

Aber lässt sich so etwas überhaupt seriös ermessen?
Ich denke schon! Am aussagekräftigsten scheint mir dabei die
Entwicklung der realen Nettolöhne und Renten. Und die ist nicht nur in Deutschland eindeutig negativ. Obwohl sich die Produktivität dank des technologischen Fortschritts seit 1980 verdoppelt hat. Das ist doch paradox, schier unglaublich!
Wie können Löhne bei Verdoppelung der Produktivität sinken? Die meinungsbildenden Medien kümmern sich leider nicht um diesen Widerspruch. Aus welchem Grund wohl? Haben sie Angst vor der Wahrheit?

Ein zweiter wichtiger Indikator für die Richtigkeit der gängigen Propagandaformeln ("wir profitieren von der EU, dem Euro, der Globalisierung") ist die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen.
Auch hier ist der Sachverhalt eindeutig. Die Arbeitslosenzahlen haben sich seit 1980 verdreifacht (seit den 1960er Jahren sogar verzehnfacht). Obwohl mit immer neuen Bilanzierungstricks die Statistiken geschönt werden (bei ehrlicher Aufrechnung fehlen in Deutschland mindestens zehn Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze).

Natürlich könnte es neben dem Freihandelswahn (der EU, der Globalisierung) noch andere Ursachen für sinkende Erwerbseinkommen und Renten geben. Zum Beispiel eine stete Ausweitung der Umverteilung: Mehr Geld für Alleinerziehende, Migrantenfamilien, Kinder, Kitas, die EU, Entwicklungshilfen, Subventionen, die Bundeswehr usw. - weitgehend auf Kosten der gewöhnlichen Erwerbstätigen und Rentner. Aber auch dies müsste ergebnisoffen erörtert werden. Ufert die "soziale Gerechtigkeit" aus, schafft sie neue Ungerechtigkeit.

Anstatt ignorant immer wieder die "Deutschland-profitiert"-Hymne anzustimmen, müsste eine seriöse Ursachenforschung betrieben werden. Die würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ergeben, dass die plakatierten Heilslehren sich im Endeffekt überaus schädlich (kontraproduktiv) auswirken.
Und vor dieser Demaskierung haben die mächtigen Nutznießer der EU und der Globalisierung höllische Angst. Sie wollen, dass alles bleibt wie es ist - ihre Pfründe dürfen auf keinen Fall angetastet werden.

 

Die britischen Medien sind kritischer!
Wie konnte es passieren, dass die Briten für den Brexit votierten und in den USA der Globalisierungskritiker Donald Trump gewinnen konnte? Ticken die Menschen dort anders? Und wenn ja, wie kommt das?
Es scheint offensichtlich: Die Medien in den beiden genannten Staaten informieren in der Summe ausgewogener. Die Verteufelung nationaler Interessen und die Verherrlichung des Liberalismus und Zollfreihandels findet man dort zwar auch, aber es gibt ausreichend Stimmen, die eine Gegenposition einnehmen bzw. ganz unvoreingenommen und unaufgeregt berichten und bewerten (ohne jeden Umerziehungsgedanken).

 

Der Hass gegen die AfD ist offensichtlich.
Es gibt kaum ein Wahlplakat, das der Zerstörungswut entgeht.
Woher rührt diese aufgeheizte Stimmung? Sind die Medien daran unschuldig?

Jedes Wahlergebnis ist letztlich ein Spiegelbild der medialen Beeinflussung!
Die Volksmeinung bildet sich vor allem über die Medien. Wenn diese quasi eine Einheitsfront bilden und unentwegt vermelden, wir verdanken unseren Wohlstand der EU, dem Euro, der Globalisierung, der Zuwanderung, der offenen Grenzen usw., wirkt diese Dauerberieselung über Jahrzehnte hinweg wie eine Gehirnwäsche.
Am endgültigen Wahlergebnis lässt sich recht genau das Ausmaß der Beeinflussung ablesen. Der Bürger wählt im Allgemeinen die Partei, die seiner Meinung nach seine Lebensverhältnisse verbessern wird und dem Volkswohl dient.

Wüsste er, dass EU, Euro, Zollfreihandel und Zuwanderung ihm wirtschaftlich schaden, würde er vermutlich keine Partei wählen, die unbelehrbar ist und an überholten Dogmen festhält.
Er würde sich für eine Alternative entscheiden. Folglich würden CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne, Linke insgesamt vielleicht gerade einmal auf 40 % der Stimmen kommen, die AfD würde die absolute Mehrheit erzielen. Dass es nicht soweit kommt, ist meines Erachtens das zweifelhafte Verdienst der Medien. Viele Medien haben inzwischen ein regelrechtes Jagdfieber gegen die AfD entwickelt (dessen sie sich selbst oft nicht einmal bewusst sind).
Anzunehmen ist: Würde sich ein Bundesbürger von den Medien nicht beeinflussen lassen und ein ganzes Jahr nichts anderes machen als sich mit den Folgen der EU, dem Euro und der Globalisierung auseinandersetzen, würden die etablierten Parteien in Deutschland ein Desaster erleben.
Zur Veranschaulichung dieser Annahme folgende Beispiele:

 

"Abschottung und Protektionismus"
Darf man von Abschottung reden, sobald ein souveräner Staat es wagt, Importzölle zu erheben? Hat sich ein Staat "abgeschottet", sollten sich die Einfuhren aufgrund der Zölle um 10 oder 20 % verringern? Was sind das für Menschen, die eine solche Panik verbreiten? Warum müssen Importe unbedingt subventioniert werden, warum dürfen Importe nichts zur Finanzierung des Sozialstaates beitragen?

Und was soll die verdummende Warnung vor einem Aufkeimen des Protektionismus? Will man etwa behaupten, es gäbe heute keinen Protektionismus? Der Protektionismus wurde doch nicht abgeschafft, es hat lediglich ein Wandel stattgefunden. Der Schutz der eigenen Volkswirtschaft läuft heute kaum noch über ehrliche Zölle (die dem Staat Einnahmen bescheren), sondern über Subventionen und das Steuer- und Währungsdumping (Maßnahmen also, die dem Staat viel Geld kosten). Alles ganz im Sinne der Konzerne und des Großkapitals.
Auf Zölle könnte man verzichten, würde man auf der ganzen Welt ein angeglichenes Lohn- und Steuerniveau haben. Wie jedermann weiß, gibt es das leider nicht, die Unterschiede sind oft extrem (Lohngefälle bis zu 3000 %). Wer das globale Lohn- und Steuerdumping ablehnt, kommt um Einfuhrzölle nicht umhin.

 

Geschichtsklitterung:
"Der Protektionismus verursachte in den 1930er Jahren die weltweite Wirtschaftskrise!"
Da heute kaum noch jemand mit den 85 Jahre zurückliegenden Abläufen vertraut ist, kann man anscheinend alles behaupten. Auslöser für die Depression der 1930er war der New Yorker Börsencrash 1929 (das Platzen der kreditfinanzierten Aktienblase, die Vermögen vortäuschte, die gar nicht vorhanden waren).
In ihrer Panik (und weil sie keine Traute hatten, sich vom Goldstandard zu lösen) versuchten die USA, Deutschland und noch einige andere Staaten, mit einer drastischen Geldverknappung einen Heilungsprozess einzuleiten. Wie man mittlerweile weiß, war dies das Dümmste, was man überhaupt hätte machen können (heute bedient man sich einer gegenteiligen Strategie).
Die Erhöhung der Einfuhrzölle dagegen war damals grundsätzlich richtig, auch wenn die Global Player verständlicherweise etwas anderes behaupten.
Näheres...

 

Geschichtsklitterung:
"Die Agenda 2010 hat Deutschland gerettet!"
Es ist erstaunlich, was nicht alles Deutschland gerettet haben soll! Nicht nur die EU, der Euro und die Globalisierung müssen immer wieder als Heilsbringer herhalten, auch der Agenda 2010 werden Wunderkräfte angedichtet.
Dabei war es doch so: Nach Inkrafttreten der Agenda (2005) schnellten die Arbeitslosenzahlen dermaßen in die Höhe, dass Kanzler Schröder sich veranlasst sah, vorgezogene Neuwahlen auszurufen. Erst nach der politischen Wende (Schröders Abwahl) ging es allmählich bergauf. Aber der Erfolg hat bekanntlich viele Väter, ihn ausgerechnet der neoliberalen Agenda-2010-Politik zuzuschreiben ist mehr als tollkühn.

Sicher hat die Lohnkostenreform (Erhöhung der Mehrwertsteuer bei gleichzeitiger Senkung der Sozialversicherungsbeiträge) etwas gebracht, des weiteren die Lohnzurückhaltung der Gewerkschaften, die Kostensenkungsprogramme der Unternehmen, Konjunkturprogramme, die riskante Billiggeldschwemme und der Einfallsreichtum bei der Bilanzierung der Arbeitslosenzahlen.
Aber der Wirtschaft, den Unternehmensverbänden, der Industrie und der SPD (als Initiator der Agenda) passt es aus verständlichen Gründen in den Kram, die Hartz-IV-Gesetze zu lobpreisen. Ich halte die Agenda 2010 nach wir vor für kontraproduktiv und ungerecht (
Näheres). Und mit dieser Einschätzung stehe ich wirklich nicht allein.

 

Gehirnwäsche:
"Wir wollen ein offenes Europa!"
Ja, natürlich. Aber was bedeutet diese volksverdummende Floskel? Sind alle Staaten außerhalb Europas nicht offen, weil sie noch über souveräne Staatsgrenzen verfügen? Gehört zum offenen Europa die Niederlassungsfreiheit, die fast unkontrollierte Zuwanderung in unsere Arbeitsmärkte und Sozialsysteme ("Jeder hat das Recht, in Deutschland Asyl zu beantragen"). Näheres...
Wie würde sich eine sachliche Aufarbeitung dieser Fragen auf das Wahlergebnis auswirken? Was wäre, wenn verharmlosende Verklärungsformeln als solche entlarvt würden?

 

Anmaßung:
"Wir sind für Europa!"
Wer ist das nicht! Aber was soll das blödsinnige Verwirrspiel? Man kann für Europa sein, aber trotzdem gegen die EU.
Unredliche Demagogen aber setzen die beiden Begriffe gleich. Eine Anmaßung! Die EU ist ein temporäres Kunstgebilde, eine technische Rechtsgemeinschaft, die manchen Mitgliedsstaaten trotz aller Zuschüsse arg zu schaffen macht (weil sie bei fehlenden Zollgrenzen der internationalen Dumpingkonkurrenz nicht gewachsen sind und die Euro-Gemeinschaftswährung sich nicht mehr der individuellen wirtschaftlichen Stärke eines Landes anpasst).
Vor einigen Tagen betonte die britische Premierministerin May: "Wir verlassen nicht Europa, sondern nur die EU!". Recht hat sie! Aber begreifen das auch die Medien?

 

Wie würden wohl die etablierten Parteien in der Wählergunst abstürzen, wären die meinungsbildenden Medien objektiv und unvoreingenommen?

 

Verdummung:
"Deutschlands Global Player könnten ohne EU nicht bestehen!"
Gibt es eigentlich Tage, an denen die Bevölkerung nicht via Medien eingeschüchtert wird? Ich ärgere mich mindestes 30 Mal am Tag über Behauptungen, die ich als idiotisch und verlogen einstufen möchte.
Überall auf der Welt beweisen Global Player, dass sie sehr wohl ohne bevormundende EU auskommen. Seit wann braucht es die EU, um Handel zu treiben? Gibt es mit der Schweiz (die der EU nicht angehört) etwa keinen Warenaustausch? Wird Deutschland nach dem Brexit die Handelsbeziehungen zum Königreich einstellen?
Und überhaupt: Ist eine
Exportabhängigkeit, wie wir sie heute erleben, sinnvoll oder gewinnbringend? Will man uns dies etwa auch noch einreden?

 

Volksverhetzung:
Leben wir von der Ausbeutung der anderen?
Ständig lese und höre ich, unser Wohlstand sei zum Teil auf der Ausbeutung der Arbeitssklaven in fernen Ländern aufgebaut. Wir sind also Schmarotzer.
Was soll diese ehrabschneidende Anmache? Kein normaler Bundesbürger ist mit den Niedrigstlöhnen bzw. dem Lohndumping einverstanden. Jeder aufrechte Mensch wäre heilfroh, wenn überall auf der Welt Mindestlöhne wie in Deutschland gezahlt würden. Dann würde nämlich die verherrlichte Globalisierung wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen und die Sinnlosigkeit der "
internationalen Arbeitsteilung" selbst dem verbohrtesten Ignoranten einleuchten.

Des ungeachtet: Solange es die umständliche internationale Arbeitsteilung nicht gab, stieg der Lebensstandard in Deutschland im Schnitt um jährlich 5 Prozent. Seit der dogmatischen Ächtung der Zölle sinkt er nur noch.
Es ist also genau andersherum: Ohne internationale Arbeitsteilung, ohne Zollfreihandel, könnten wir alle uns weit mehr leisten (bzw. unsere Arbeitszeit halbieren). Deutschland wäre durchaus in der Lage, sogar seine Kleidung, Schuhe, Möbel, Kameras, Smartphones usw.
kostengünstig herzustellen.

 

Volksverhetzung:
Die eigene Nation als Feindbild!
Immer noch dominiert in Deutschland die Auffassung, ein wenig Nationalstolz oder Nationalbewusstsein dürfe es hierzulande nicht geben. Eine Partei, die dem offenen Multi-Kulti-Staat skeptisch gegenübersteht und die Begeisterung für die EU nicht teilt, wird von allen Seiten hart attackiert.
Dabei wird ein Staat ohne gesundes nationales Selbstbewusstsein und ohne Rücksicht auf seine Eigeninteressen auf Dauer kaum überleben können. Würden Politik und Medien eine neutrale Haltung zu diesem Tabuthema einnehmen, würde auch dies den Wahlausgang stark beeinflussen.
Näheres...

 

Der Trugschluss:
Braucht es nur mehr Umverteilung?
Sind die entscheidenden Weichenstellungen goldrichtig, sind Globalisierung, EU und Euro wohlstandsfördernd, mangelt es nur an der Umverteilung?
Linkslastige Parteien versuchen seit Jahrzehnten beharrlich, ein solches Bild zu vermitteln. Sie behaupten, man brauche doch nur den Besserverdienern noch etwas mehr abknöpfen, die Steuern für Großverdiener von ca. 50 auf 75 Prozent erhöhen, für die Reichen eine Vermögenssteuer von jährlich 5 % einführen - und schon sei alles geritzt.
Nur: Experimente dieser Art sind bislang noch immer fehlgeschlagen. Weil unsere Goldesel sich in einer globalisierten Welt leider nicht übermäßig ausnehmen lassen. Wenn es ihnen zu bunt oder zu blöde wird, hauen sie einfach ab. Es gibt genug attraktive Staaten, die unsere Eliten und Vermögenden mit offenen Armen (und niedrigen Steuersätzen) empfangen würden.
Auch dieser Sachverhalt wird von linken Medien leider nicht deutlich genug klargestellt. Kann es sein, dass sie ihre Leser bzw. Hörer nicht verprellen mögen? Denn der Mensch (der Zeitungsleser, der Fernsehkonsument) hört nun einmal am liebsten das, was seine eigene Meinung bestätigt.

 

Wahrnehmungsprobleme:
Wer sind die Demagogen?
Es scheint zum Selbstverständnis mancher Politpromis zu gehören, Andersdenkende lautstark als Demagogen zu beschimpfen. Dabei sind oft gerade sie es, die das Volk aufwiegeln.
Ist es etwa keine Demagogie, die AfD als Schande für Deutschland oder Feindin der Demokratie zu bezeichnen? Erstaunlich, dass unsere Medien derlei Hetze unkommentiert durchgehen lassen. Es hätte doch bundesweit einen Aufschrei geben müssen!
Glaubt man, die Demokratie retten zu müssen, indem man den politischen Gegner mundtot macht und eine echte Opposition im Bundestag verhindert? Bedeutet Demokratie, dass es abweichende Meinungen zur EU, zum Euro, zur Globalisierung und zur Zuwanderung (Multikulti) nicht geben darf?

 

Man muss Realist bleiben!
Vorurteile, Wunschträume und Visionen sind ein schlechter Ratgeber. Es mag einem ja die Vorstellung von einem offenen Europa und einer europäischen Multikulti-Supermacht, die es mit jedem Gegner aufnehmen kann, gefallen. Aber man sollte sich nichts vormachen - wohlstandsfördernd ist weder die unsolidarische EU-Schuldenunion noch die Globalisierung (die internationale Arbeitsteilung).
Es ist auch wenig hilfreich, sich weiteren Illusionen bezüglich der Reformfähigkeit der EU bzw. der Globalisierung hinzugeben. Nachdem über Jahrzehnte alles Mögliche versprochen und ausprobiert wurde, muss auch einmal ein Fazit gezogen werden und eine Auswertung stattfinden.
Kommen die Medien dieser Aufgabe nach, werden die nächsten Wahlen ganz anders ausfallen als es die jetzigen Prognosen vermuten lassen.

 

Die hohe Kunst der Anpassung

Keine Panik - natürlich wird die AfD keine Wahl gewinnen! Denn die sogenannten Volksparteien haben es noch immer verstanden, rechtzeitig eine Kehrtwende einzuleiten. Sollte sich in der breiten Bevölkerung durch eine neutrale und kompetente mediale Berichterstattung die Einstellung zur EU, zum Euro und zur Globalisierung grundlegend ändern, werden die etablierten Parteien einlenken und dem veränderten Mainstream folgen.

Auch in der Asylfrage hat man schließlich Lernfähigkeit bewiesen.
Die naivblinde Willkommenskultur wich einem wachsenden Realismus - der durch die AfD aufgebaute Druck war einfach zu groß. Wenn der Wind in der öffentlichen Meinung dreht, vereinnahmen selbst verkrustete Altparteien die Thesen der zuvor verunglimpften Konkurrenz. So funktioniert die Demokratie - nicht nur in Deutschland, sondern überall in der freien Welt.

Wie auch immer - es ist eigentlich zweitrangig, wer letztlich die Wahl gewinnt. Entscheidend ist, dass die richtigen Weichenstellungen erfolgen, Realitäten anerkannt werden und sich unsere Volksvertreter nicht in anheimelnden "Visionen", Wunschträumen und Schönfärbereien verlieren.
Die Verantwortung dafür liegt in der Hand der Medien. Sind sie nicht neutral und kritisch, wird sich der seit vier Jahrzehnten anhaltende Niedergang weiter fortsetzen.

Aufgabe der AfD wird es sein, den Anstoss für überfällige Neuausrichtungen zu geben. Je mehr Wählerzuspruch sie erhält, je mehr Menschen sich offen und mutig zu dieser Partei bekennen, desto mehr geraten die Medien unter Zugzwang, desto mehr müssen sie sich öffnen und vom bequemen Rudeljournalismus verabschieden.
Es gilt, die Medien dazu zu bringen, sich von ihren altüberlieferten Vorurteilen zu lösen. Noch wehren sich viele Journalisten gegen diese Götterdämmerung. Deshalb bekriegen sie die AfD, wo sie nur können. Ich bin selber gespannt, wie der entscheidende Kampf um die Meinungs- und Deutungshoheit ausgeht.

Darf es in einer Demokratie keine Alternative geben?
Haben die Altparteien immer Recht?

Nachtrag 12. Juni 2017: Wie schnell eine neue, aus dem Boden gestampfte Partei aufsteigen und die absolute Mehrheit erreichen kann, zeigt das Beispiel Macron und En Marche in Frankreich. Wenn es dem Establishment und dem Großkapital genehm ist und demzufolge auch die Medien ins gleiche Horn blasen, ist alles möglich! Alle sonst üblichen Vorbehalte und Bedenken werden kurzerhand über Bord geschmissen.

 

Die Erfolgsbilanz der deutschen Politik
und der sie unterstützenden Medien!

Wie erfolgreich war die deutsche Politik in den letzten vier Jahrzehnten bezüglich der Erwerbseinkommen, Arbeitslosenzahlen, Verkehrsbelastung (Umweltschutz), Entbürokratisierung, Produktivität, Lebensqualität usw.?

Der Vergleich … (Parole: "Noch nie ging es uns so gut wie heute!")


Vor allem auf diesem Gebiet ist man sehr erfinderisch und trickreich, um das wahre Ausmaß des Elends zu verschleiern.
Besonders verwegen, aus den beklemmenden Zahlen auch noch Beschäftigungserfolge und einen vermeintlichen
Fachkräftemangel abzuleiten.

Dabei wären die Probleme unter normalen Umständen noch weit gravierender. Denn nur die abenteuerliche Billiggeldschwemme (dessen Ausgang ungewiss ist) sorgt für die derzeitige konjunkturelle Scheinblüte.

BRD 1980:
ca. 900.000 offizielle Arbeitslose
Deutschland 2018: ca. 2,3 Millionen offizielle Arbeitslose
BRD 1980: + ca. 300.000 in der verdeckten Arbeitslosigkeit
Deutschland 2018: + ca. 3 Millionen in der verdeckten Arbeitslosigkeit
BRD 1980:
prekäre Beschäftigungsverhältnisse (befristeter Arbeitsplatz, Leih- und Zeitarbeit, Zahlung unter Tarif, nicht planbare Zukunft usw.): nahezu unbekannt
Deutschland 2018: prekäre Beschäftigungsverhältnisse: ca. 15 Millionen (trotz hochriskanter Billiggeldschwemme)

Wie sich eine Volkswirtschaft tatsächlich entwickelt hat (wie klug die Politik der letzten Jahrzehnte war), dokumentiert sehr anschaulich die Entwicklung der inflationsbereinigten Nettolöhne und Renten.
Auch bei dieser Bilanz zeigt sich ein sehr düsteres Bild.

BRD 1980:
Erwerbseinkommen (reale Nettolöhne und Renten), berufsbezogen (also kein verklärender Mix aus Reich und Arm): 100 %
Deutschland 2018: Erwerbseinkommen (reale Nettolöhne und Renten), berufsbezogen: 85 %, also ca. 15 % niedriger als 1980

Das Lkw-Transportaufkommen auf deutschen Straßen hat sich in nicht einmal 40 Jahren vervierfacht! Obwohl die Kaufkraft der Erwerbstätigen und Rentner sank!
Schuld an diesem Missstand ist das Dumpingsystem - global und innerhalb der Europäischen Union. Weil es kaum noch Zölle gibt, werden Fabriken dorthin verlagert, wo die Löhne, Unternehmenssteuern und Umweltauflagen am niedrigsten sind. Das führt zu irrwitzig langen Lieferketten und einem absurden Warentourismus.

BRD 1980:
Transportaufkommen auf deutschen Straßen: 100 %. Das krasse Lohngefälle innerhalb der EU sorgte dann für Produktionsverlagerungen ins Ausland und einen absurden Waren- und Pendlertourismus.
Deutschland 2018: Transportaufkommen auf deutschen Straßen: 400 %! Obwohl sich die Kaufkraft verringert hat! Aber wenn's ums Klima geht, wird darüber nicht geredet, der Ruf der EU darf keinen Schaden nehmen.

Ja, bis auf das Vorzeichen hat sich wenig geändert. Aber das Vorzeichen ist nun einmal wichtig.
Es ist doch eigentlich unfassbar, dass die heutige Scheinkonjunktur nur noch über eine Billiggeldschwemme über Wasser gehalten werden kann. Es ist unerträglich, wie Sparer und Besitzer von Lebensversicherungen schleichend enteignet werden und der Staat aus dieser marktfeindlichen Manipulation auch noch seinen Nutzen zieht (indem er 50 Milliarden pro Jahr an Zinsaufwendungen spart).
Wie ehrlich sind etablierte Parteien, wenn sie nicht einmal im Wahlkampf ihr gewagtes Vorgehen rechtfertigen.

BRD 1980:
Kapitalrendite: 2 % Realrendite bei festen Spareinlagen
Deutschland 2018: Kapitalrendite: 2 % Realverluste bei festen Spareinlagen

Auch wer von Wirtschaftspolitik wenig versteht wird einsehen, dass das jährliche Produktivitätswachstum das Maß aller Dinge ist. Warum also hat sich dieser entscheidende Faktor dermaßen verringert? Wo doch so herausragende technologische Fortschritte gelungen sind (Automatisierung, Digitalisierung)?
Kann es sein, dass unsere Eliten und "Denkfabriken" dieser Schicksalsfrage ausweichen? Weil sie zu unangenehmen Rückschlüssen führen könnte (Überbürokratisierung, Unproduktivität der europäischen und internationalen Arbeitsteilung)? Erweist sich der von der Kapitallobby gepriesene Zollfreihandel am Ende als Irrweg?

BRD 1980:
Produktivitätswachstum: jährlicher Durchschnittswert ca. 3 %
Deutschland 2018: Produktivitätswachstum: jährlicher Durchschnittswert ca. 0,6 %
BRD 1980: Wirtschaftssystem: Eine funktionierende soziale Marktwirtschaft.
Deutschland 2018: Wirtschaftssystem: Ein undurchschaubarer, unkontrollierbarer Kasinokapitalismus, der nur über eine Billiggeldschwemme aufrecht erhalten wird.

Aus all diesen Veränderungen nun abzuleiten, Deutschland profitiert "ganz besonders" vom Zollfreihandel, der Globalisierung, der EU, dem Euro, der Zuwanderung usw., wäre doch wohl mehr als vermessen!
Viele mediengesteuerte Menschen denken halt recht eingleisig: Sie haben nur die vielen Exporte im Sinn, ignorieren dabei aber unsere gigantische Importabhängigkeit, die langen Zulieferketten und dass Deutschland kaum noch etwas im Alleingang produzieren kann.
Bezüglich der Zuwanderung denken sie in erster Linie an den herbeigeredeten Fachkräftemangel, die Schließung von Lücken in der Pflege oder auf dem Bau. Sie übersehen aber dabei, dass durch die Zuwanderung an anderer Stelle weit schlimmere Lücken aufgerissen werden (es fehlt dann an Wohnungen, Schulen, Kindergärten und Krankenhäusern, an Ärzten, Dolmetschern, Lehrern, Juristen, Richtern, Polizisten, Betreuern, Verwaltungsbeamten usw.). Denn Zuwanderer sind nun einmal keine Maschinen. Sie leben nicht von Luft und Liebe, sondern müssen in allen Belangen versorgt werden. Ihre Arbeitsbilanz ist im Durchschnitt schlechter als bei den Einheimischen (niedrigeres Bildungsniveau, geringere Beschäftigungsquote). Oder darf in einem Land der vermeintlichen Presse- und Meinungsfreiheit selbst das nicht mehr erwähnt werden? Ist, wer aufrichtig argumentiert, sogleich ein Rassist oder Nazi?

 

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© Dieser Text ist die Zusammenfassung einer Studie des Wirtschaftsanalysten und Publizisten Manfred J. Müller aus Flensburg
. Erstveröffentlichung April 2017. Impressum

 

Ja, in Deutschland geht es uns besser als in den meisten anderen Staaten …
Aber dennoch muss man feststellen, dass es dem Durchschnittsbürger heute schlechter geht als vor 40 Jahren. Weil die Löhne und Renten gesunken sind und die Arbeitslosenzahlen sich trotz tapfer vermeldeter Scheinerfolge vervielfachten. Dieser Trend ist paradox, denn de Produktivität hat sich schließlich Jahr für Jahr weiterentwickelt.

Anstatt nun alles schönzureden und sich im Wohlgefallen zu suhlen, sollte man versuchen, das seltsame Phänomen zu entschlüsseln. Was lief falsch, wie kommt es zu diesem rätselhaften, schleichenden Niedergang? Wir müssten doch eigentlich dank genialer technologischer und wissenschaftlicher Fortschritte heute in einer 20-Stunden-Woche mehr erwirtschaften als 1980 in einem Vollzeitjob! Und bei etwas mehr strategischem Denken hätten wir längst auch den Klimawandel im Griff haben müssen! Zumindest was die nationalen Ziele betrifft.

Aufgabe des unkonventionellen Kontrabuches ist es, die vielen Widersprüche in einer lesbaren Zusammenfassung aufzuzeigen, die Finger in die Wunden der Arglosigkeiten, Vorurteile und Irrlehren zu legen und neue Wege aufzudecken. Das Erstaunliche dabei: Es sind überhaupt keine revolutionären Umbrüche vonnöten, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen! Das behutsame Drehen an einigen entscheidenden Stellschrauben genügt, um langfristige Veränderungen einzuleiten und das eingerostete Uhrwerk des natürlichen Wohlstandswachstums wieder in Gang zu bringen.

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